halleluja


Oktober 3, 2008, 14:35
Gespeichert unter: 1

Von der Wiener PKW sind nur Monika und ich hier, und wir haben bis jetzt nur noch 2 andere Österreicher gesehen. Leider sind viel zu viele Italiener hier auf Erasmus, langsam geht’s mir echt auf die Nerven. Die wollen dann gleich italienisch mit mir sprechen und das geht momentan gar nicht, ich verwechsle alles und will auch gar nicht auf Italienisch zurückgreifen- deshalb sag ich jetzt meistens einfach, dass ich auch aus Österreich bin. Die meisten glauben mir eh nicht, wenn ich sag ich bin aus Italien. („ Du Italienerin? Du siehst aber gar nicht italienisch aus!?“… „Ja ich lebe ganz im Norden in einem kleinen Dorf, und meine Muttersprache ist deutsch.“…„Wie jetzt, es gibt Deutsche in Italien?“… und dann kommt die übliche Erklärung der Geschichte und Südtirol-Besonderheiten… was ich ja meistens gern erkläre, aber hey… immer?? )

Nachdem der Vorsatz, ausschließlich mit Spaniern zu wohnen, bei uns beiden nicht geklappt hat, leben jetzt beide mit Erasmus- lern, allerdings ist bei Monika wenigstens ein Spanierin in der WG. Wir wohnen sehr nah  (1 Minute, nur quer über die Straße) und die beiden 4-Mädl- Wgs geben einen bunten und lustigen Haufen ab. Wir haben schon ein paar durchgetanzte Nächte hinter uns, aber das ist natürlich erst der Anfang J

 

Und, natürlich, die UNI: Das universitäre System ist hier ziemlich anders als in Wien; relativ verschult, mit höchstmöglicher Anwesenheit, Gruppen zu 25- 50 Personen. Die Profs sind viel jünger als das Wiener Uni- Inventar, im Schnitt so 35, und meist sehr hilfsbereit. Der Campus ist zwar nicht besonders schön, aber recht gut organisiert mit Mensa (billig und essbar!!) und Cafetería, PC- Räumen und Mega- Bibliothek…

Bürokratie- mäßig geht es hier auch etwas komplizierter zu: Man muss sich in der „consejería“ (Portier) ein „sobre“ holen (Umschlag), farbig unterschiedlich je nach Studium/Fakultät. Ebenso in der „consejeria“ gibt’s die „fichas“: Das sind so kleine Zettelchen, die man dann bei dem Professor geben muss, mit allen Daten und einem Foto (damit sie uns leichter erkennen…).

Als Erasmus- Student ist man etwas hilflos und dürfte Bibliothek und Mensa genau genommen gar nicht nutzen, weil man keinen Studentenausweis bekommt, solange man keine Immatrikulation gemacht hat. Diese dürfen wir allerdings erst ab dem 15. Oktober machen… Für die Immatrikulation muss man dann zur „Secretería General“, wofür man sich aber vorher einen Termin bei der „Consejería“ ausmachen muss, der einem dann ein Mini- Zetterl aushändigt als Bestätigung (die Studenten hier müssen das Immatrikulations- Prozedere jedes Jahr machen). Sobald man in die ausgewählten Kurse immatrikuliert ist, ist kein Wechsel mehr möglich und man verpflichtet sich wohl auch die Prüfung zu absolvieren. Manche „asignaturas“ (Kurse) sind halbjährig, manche ganzjährig. Die Komilitonen sind meist sehr hilfsbereit, manche sind selber neu hier, denn „comunicacion audiovisual“ gibts hier nur im 2. ciclo, vergleichbar mit einem Masterstudium. Meine Fakultät ist relativ abseits, auf einem Campus mit der Wirtschafts- und Rechtsfakultät, ansonsten ist die Uni auf die ganze Stadt verteilt. Ich wohne etwa 20 Gehminuten vom Campus entfernt- aber ich bevorzuge es, nachts nicht weit gehen zu müssen, tagsüber ist mir’ s wurscht.


Noch keine Kommentare bis jetzt
Kommentieren



Kommentieren
Zeilen- und Absatzumbrüche automatisch, E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt, HTML-Tags zulässig: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>